Gemeinsam mit einer Freundin erledigte ich heute meine Einkäufe im Städtchen. Auf dem Einkaufzettel standen unter anderem:
Bestellte Bücher beim Buchhändler abholen
Wurst-Aufschnitt
WC-Reiniger
Minutenwecker, mechanisch, flach
Gemüse, Kartoffeln, Zwiebeln
Wir fingen an beim Minutenwecker, den wir in einem Haushaltswarengeschäft kaufen wollten. Der hell und luftig gestaltete Lande hatte zwar Minutenwecker, aber nur solche in großer Birnenform und die passen schlecht in meine Hosentasche. Stattdessen tätigte ich einen der bei Kaufleuten beliebten “Spontankäufe” von Einzelhandelskunden: ein Pürierstab (Ersatz für ein neulich kaputtgegangenes Gerät) landete in meinem Einkaufroller: ein Markengerät, dessen Preis genau im Bereich meiner Vorstellung lag.
Insgesamt ist das Angebot wohl sortiert und es gibt für alle möglich Küchengeräte Angebote mindestens per Katalog, was nicht da ist, kann man gegen eine kleine Anzahlung bestellen lassen. Dass die kleinen Fachhändler zu teuer anbieten, ist ein Vorurteil, das man sich abtrainieren sollte.
Als nächstes kam der Aufschnitt aus dem Bauernladen. Nebenbei erstand ich ein paar Suppenknochen, die ich sonst kaum bekommen kann. Verkaufsstellen von Fleischwarenfabriken und Großmetzgereien führen so etwas nicht.
Es folgte der WC-Reiniger aus dem Naturkostladen. mit mehreren Öko-Gütesiegeln und abbaubaren Bestandteilen, incl. “verwirbeltem Wasser”. Wozu soll das denn gut sein?? Ich bin auf den Praxistest gespannt.
Gemüse kaufte ich auf dem Marktplatz, teilweise aus der eigenen Produktion des Anbieters: frisch und ansehnlich, zum passablen Preis.
Ein Laden mit Tee, Kunst und Kaffeeausschank entpuppte sich als ein gemütlicher Ort mit freundlichen Inhabern, zum Ausruhen nach dem Einkauf. Dieses Geschäft bietet ausserdem Räume für Vorträge und die Ausstellung von Kunstwerken an.
Fazit: Einkaufen mit dem Einkaufsroller macht die Innenstadt attraktiv. wer schleppt schon gern schwere Einkauftaschen herum? Es sollte solche Einkaufsroller geben, die für die Innenstadt unseres Städtchens Reklame machen, mit den Firmenlogos der dortigen Geschäftsleute. Das kriegen wir demnächst auch noch, schätze ich.
Trotzdem ist es zeitaufwendiger als der Besuch im Hypermarket und bedarf der Vorplanung mit Einkaufzettel. Man muß es sich halt angewöhnen und die “soziale Dimension” des Einkaufens wieder schätzen und erleben lernen.
Nächste Woche geht die Expedition zu diversen direkt vermarktenden Bauern. Mal sehen, welche Köstlichkeiten diese Leute anzubieten haben.